Renten unterhalb der Armutsgrenze

Renten unterhalb der Armutsgrenze

„Die beschlossene Senkung der Rentenbeiträge ist eine Mogelpackung par excellence“, erklärte der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler anlässlich des Kabinettsbeschlusses der Bundesregierung zur Senkung der Rentenbeiträge. „Angesichts einer drohenden Altersarmut vieler zukünftiger Rentner müsste man eher über Beitragserhöhungen diskutieren und zudem verstärkt darüber nachdenken, wie man zeitweilige Überschüsse in präventive Projekte gegen Altersarmut investieren kann“, betont Stadler.

Durchschnittsverdiener hätten durch die wahrscheinliche Senkung um 0,6 Prozentpunkte ab Januar nächsten Jahres monatlich knappe acht Euro mehr im Geldbeutel. Dabei sei sicher, dass die Rücklagen der Rentenversicherung bald aufgebraucht seien, erst recht, wenn die von der Bundesarbeitsministerin geplante Zuschussrente komme. Die nächste Erhöhung der Beiträge wäre also in jedem Fall programmiert. Zudem sei es unverständlich, so Stadler, dass „in der Rentenversicherung die Beiträge gesenkt werden, während einige Rentner eine Erwerbsminderungsrente erhalten, deren Höhe unterhalb der Armutsgrenze liegt.“

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