AWO Bund

Kein Rassismus - ohne wenn und aberAuch in diesem Jahr ist die Arbeiterwohlfahrt im Rhein-Sieg-Kreis und in Hunderten von Städten und Gemeinden bundesweit am Internationalen Tag gegen Rassismus aktiv geworden. Sie hat somit öffentlich Stellung genommen und ist eingetreten für ein friedliches und solidarisches Miteinander der Menschen, egal aus welchem Land sie oder ihre Eltern und Großeltern stammen, egal welcher Haut-farbe sie sind. Gerade angesichts der rassistischen Aufmärsche und Kundgebun-gen in vielen deutschen Städten war es selbstverständlich, dass wir Flagge zeigen. Unsere Grundwerte sind Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. Diese Grundwerte des demokratischen Sozialismus werden von den Rassisten mit Füßen getreten. Menschen, die vor Krieg und Elend nach Deutschland flüchten, werden von den Rassisten immer offener bedroht und oft sogar angegriffen. Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Demagogen und Volksverhetzer weiter an Boden gewinnen.

Zum Artikel des Extra-Blatt über die Aktion des AWO Kreisverbandes

In ganz Deutschland setzten AWO-Mitglieder ein Zeichen gegen Rassismus.

Eine Bildergalerie hierzu findet sich hier.
gegen Rassismus

Deutschlandweit gegen Rassismus

 

Job Altenpflege

Job Altenpflege – Foto: Rainer Sturm / Pixelio.de

„Das aktuelle AWO Sozialbarometer zeigt, dass die Soziale Arbeit in der Bundesrepublik nicht nur gestärkt, sondern auch mehr Anerkennung erfahren muss“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler. 98 Prozent der Befragten sprechen der Sozialen Arbeit für das zukünftige Funktionieren unserer Gesellschaft eine entscheidende Rolle zu. Und diese Auffassung ist unabhängig von der Altersgruppe, der Einkommensschicht und der Parteipräferenz ‑ das unterstreichen die Zahlen.

Mit Blick auf den Erzieherberuf geben 78 Prozent der Befragten an, dass sie die Arbeit von Erziehern in unserer Gesellschaft nicht ausreichend gewürdigt sehen. Damit dieser wieder attraktiver wird, müsse sich zuvorderst die Bezahlung verbessern, meinen 59 Prozent. „Die Zahlen belegen, dass die Menschen ein gutes Gespür für den Missstand in der Sozialen Arbeit haben. Jahrelang lief der Trend den Ansprüchen der Beschäftigten zuwider. Das muss die Politik nun ändern“, ist Stadler überzeugt.

Es sind die Rahmenbedingungen, die sich seit den neunziger Jahren im Zuge der aufkommenden neoliberalen Steuerungslogik für die Leistungserbringer im Sozialstaat verschlechtert haben. Das Credo von mehr Wettbewerb hat am Ende die Lage der Mitarbeiter deutlich verschlechtert. „Eine gefährliche Mischung aus mangelnder tariflicher Absicherung, einer neuen Konkurrenzsituation und finanziell schwacher Kommunen haben eine Spirale der Lohnkostensenkung geschaffen. Deshalb brauchen wir jetzt einen bundesweiten, allgemein verbindlichen Entgelttarifvertrag Soziales“, fordert der AWO Bundesvorsitzende.

Um die Berufe der Sozialen Arbeit und damit auch die Frage des absehbaren Fachkräftemangels erfolgreich anzupacken braucht es gesellschaftliche Anerkennung, Wertschätzung und angemessene Bezahlung. „Wir müssen die Sozialen Berufe gerade für junge Menschen wieder attraktiver gestalten“, so Stadler. Klar ist für ihn: „Wenn die Bundesrepublik ein soziales Land sein möchte, muss es die Menschen, die täglich sozialen Zusammenhalt im Beruf fördern und den Schwächsten helfen, stärken. Die Bürger haben das erkannt, die Politik hoffentlich auch.“

Weitere Informationen unter www.awo-sozialbarometer.org

Die Arbeiterwohlfahrt möchte anlässlich der kommenden Bundestagswahl 2013 die Politik auf den Prüfstand stellen.

Rollator

Rente und Altenpflege sind wichtige Wahlprüfsteine

Dafür hat sie 37 Fragen zu den dringendsten sozialen Problemen als so genannte Wahlprüfsteine zusammengetragen und heute an die sechs größten Parteien (Bündnis 90/Die Grünen, CDU/CSU, Die Linke, FDP, Piratenpartei, SPD) geschickt. „Die Politik steht vor großen Herausforderungen und wir wollen wissen, wie die Parteien diese lösen wollen“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler die Beweggründe für die Erstellung der Wahlprüfsteine.

Die Antworten aller Parteien werden ausgewertet und in Form einer Synopse Anfang Juni auf www. awo.org zu finden sein.

Gefragt wird zum Beispiel danach, welche Maßnahmen die Parteien ergreifen wollen, um ein massives Auftreten von Altersarmut zu verhindern, wie Sie zur Höhe des Hartz-IV-Satzes stehen, wie Sie eine hohe Qualität der Kinderbetreuung sicherstellen wollen, welche Konzepte sie zur Gesundheitsförderung haben und ob Sie beabsichtigen einen sozialen Stromtarif einzuführen. Darüber hinaus  interessiert die AWO aber auch, wie die Parteien zum System der Leistungserbringung durch die Freie Wohlfahrtspflege stehen.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland. Auf der Grundlage ihrer unverrückbaren Grundwerte von Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit hat sie seit ihrer Gründung 1919 jene Menschen im Blick, die aus unterschiedlichen Gründen zu den sozial Schwachen der Gesellschaft gehören.

In der Arbeiterwohlfahrt arbeiten rund 382.000 Mitglieder, 70.000 Ehrenamtliche und 173.000 hauptamtlich Beschäftigte zusammen, um bei der Bewältigung sozialer Aufgaben und Probleme mitzuwirken und um den demokratischen, sozialen Rechtsstaat zu verwirklichen. Die Arbeiterwohlfahrt engagiert sich mit ihren über 3.700 Unternehmen und mehr als 14.000 Einrichtungen und Diensten in allen Bereichen der sozialen Arbeit. Darüber hinaus ist die AWO seit vielen Jahrzehnten ein wichtiger Träger von Freiwilligendiensten und ein Förderer des Bürgerschaftlichen Engagements.

Hier die Wahlprüfsteine der AWO (PDF)

„Mehr Berufstätigkeit und bessere Qualifikationen bedeuten in der Realität leider keine besseren Arbeitsbedingungen“, kommentiert AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker die heute von der Bundesregierung bekanntgegebenen Zahlen „Ausgewählte Lebenslagen von Frauen in Deutschland“.

Frau im Beruf

Foto: Cornelia Menichelli / pixelio.de

Demnach ist die Zahl berufstätiger Frauen in den letzten 13 Jahren um rund zwei Millionen gestiegen. Zudem hätte sich ihre berufliche  Qualifikation  verbessert. „Leider spiegelt sich das weder im Verdienst noch in der Art der Arbeitsverhältnisse wider“, kritisiert Döcker, dass sich an der ungleichen Bezahlung von Frauen und Männern kaum etwas getan habe und viele der zusätzlichen Stellen für Frauen nur prekäre Arbeitsverhältnisse seien. „Diese Fakten zeigen, dass die vielgepriesene Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt und bisher mit ganz persönlichen Einbußen seitens der Frauen verbunden ist“, kritisiert Döcker.

Nach Angaben der Bundesregierung entstand die Mehrheit der neuen Arbeitsstellen für Frauen im  Teilzeit- und Leiharbeitsbereich. Zudem stieg die Zahl der selbständig tätigen Frauen. „Frauen müssen nach wie vor in eher schlecht bezahlten und unsicheren Arbeitsverhältnissen tätig sein. Viele werden später von ihrer Rente nicht leben können“, befürchtet Döcker. Die Gründe sieht Döcker in Lücken oder Brüchen im Lebenslauf, die bei Frauen durch Kindererziehung oder andere familiäre Verpflichtungen entstehen. „Damit sie nicht gezwungen sind, ihren Beruf ganz oder teilweise aufzugeben, benötigen Frauen vor allem eine verlässliche und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung“, ist Döcker überzeugt.

Veranstaltungen

Nächste Termine

  • 22. Februar 2018 14:30Seniorentreff
  • 26. Februar 2018 15:00Internationale Nähstube
  • 27. Februar 2018 10:00Lüttich
  • 28. Februar 2018 13:30Brombeerschänke
  • 28. Februar 2018 14:30Mittwochstreff
  • 28. Februar 2018 16:00Café International
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